In diesem Blog werde ich in unregelmäßigen Abständen, über Bücher schreiben, teils über Neuerscheinungen, aber auch über alte Schätze, die mir wieder in die Hände gefallen sind. Vielleicht lassen Sie sich ja inspirieren.

Der halbe Russ

Autorin: Isolde Peter
Verlag: Knaur Verlag

Die Krimihandlung ist dürftig.
Geschrieben von Roswita Harms 10/2020

Das ganze Buch wirkt unharmonisch, da ist weder ein Spannungsbogen noch eine klare Linie zu finden.
Der Täter taucht sehr spät auf, seine vorigen Handlungen werden nicht erklärt.
Oder warum sollte ein Mann ohne Spuren zu hinterlassen in eine Wohnung einbrechen, auf dem Gästeklo einen Zigarillo rauchen, den Stummel weg werfen und wieder gehen, ohne Etwas entwendet zu haben?
Die Geschichte um die Familienverhältnisse wirkt sehr an den Haaren herbei gezogen.

Die „Heldin“ kommt nicht sehr sympathisch daher, wobei es natürlich nicht hilft, dass sie sofort ihren Mann mit ihrem Jugendfreund betrügt, als er in die USA reisen muss, und das zwei!!! Monate nach der Hochzeit.
Die „Gags“ werden wirr und zusammenhanglos möglichst häufig eingebaut.

Da fehlt weder der Dackel mit der schwachen Blase, das Heiligenbild, das bei Tanze Emerenz, immer wenn etwas „Kriminales“ in der Luft hängt, ohne Grund und Ursache von der Wand fällt noch die Chefin mit ihrer Vorliebe für auffällige Farben und üppigem Dekolleté. Man kann gar nicht alle aufzählen, so viele Klischees werden hier bedient.

Das Buch wirkt eilig runter geschrieben, irgendwie „zusammen gestoppelt“, richtige Spannung kommt nie auf, die Figuren vermögen alle nicht zu begeistern.
Roswita Harms